






























Back to the roots’ – THW Jugend im Naturfieber
‘Back to the roots’: Unter dem Motto ‘Zurück zu den Wurzeln‘ brach die viernheimer THW Jugend zum vier tägigen Pfingstzeltlager auf. Naturnäher und ohne den neumodischen ‚Schnick-schnack‘ sollte, dass traditionell am Pfingstwochenende stattfindende, Zeltlager über die Bühne gehen. Freitagnachmittag ging es für die Jugendlichen direkt nach der Schule los. Gepäck wurde auf die Busse verladen und ab ging die Fahrt nach Hirschhorn, wo schon die Ausbilder warteten. Diese waren bereits einen Tag früher angereist um Zelte und Feldküche aufzubauen, Wasserversorgung zu legen und alles so vorzubereiten, dass das Zeltlager erfolgreich über die Bühne gehen kann. Nach 2-stündiger Fahrt erreichten die 20 Junghelfer Freitagabend den Zeltplatz im Odenwald. Stockbrot am Lagerfeuer bildete den Auftakt um in ein aufregendes Wochenende zu starten. Denn bereits am nächsten Tag wurden die Jugendlichen vor die Aufgabe gestellt eine Seilbahn im anliegenden Waldgebiet zu bauen, in der es im Notfall möglich gewesen wäre, verletzte Personen auf die gegenüberliegende Seite eines Baches per Schleifkorb zu transportieren. Erste Schritte wurden eingeleitet indem ein Dreibock gebunden, das Stahlseil herangetragen und weiteres benötigtes Material von dem bereitstehenden Gerätekraftwagen geholt und vorbereitet wurde. Nach kurzer Zeit, eifriger Arbeit der Junghelfer und unter den wachsamen Augen der Ausbilder wurde schließlich der Dreibock aufgestellt, das Drahtseil gespannt und der Schleifkorb eingehängt. Jetzt begann der eigentliche Spaß als sich die THW Junghelfer zwar nicht wie Tarzan von Liane zu Liane schwangen, sondern im Schleifkorb liegend, das 50m breite Bachtal schwebend überquerten. Die Mühe war vergessen und eine kreative Lösung gefunden, wie im Notfall und ohne viel Technik einfach und konstruktiv gehandelt werden kann. Doch damit nicht genug, denn beim gruppenübergreifenden Stationenspiel sollte im Team unter Zeitdruck ein Dreibock gebunden werden, das Arbeiten mit Leitern unter Beweis gestellt und Stiche und Bunde demonstriert werden. Während die Gewinner diesmal leer ausgingen, musste die letzte Gruppe den Abend das Spülen übernehmen. Denn wie auch schon beim Mittagessen, Frühstück und co. waren dem Küchenteam Helfer immer willkommen. Leere Teller der Jugendlichen und volle Bäuche zeigten wohl mehr als Dankesworte, dass auch diesmal die Küche ein ordentliches Lob verdiente. Ein weiteres Highlight bildete eine sportliche Aktivität am nächsten Tag, denn es ging auf den Neckar. Dank der Unterstützung der ‚Naturfreunde Viernheim‘, die der THW Jugend Kanus geliehen hatten sowie Teamer ihrer eigenen Jugend als Betreuer gestellt hatten, ging es erfolgreich flussabwärts. War der Anfang auch schwer und Zickzack-Fahrten keine Ausnahme, paddelten die Jugendlichen doch nach einiger Zeit, dank der guten Anleitung der Naturfreunde recht zügig flussabwärts, die Naturlandschaft genießend. Gab es einige Einzel-Kanus, konnte Teamfähigkeit im Kanadier bewiesen werden. Schleusen mussten überquert, mit Wind und Wellen gekämpft werden. Fand das Zeltlager auf einer hangaufwärts liegenden Wiese etwas abseits des Zeltlagers statt, hatte der Zeltplatz einen Vorteil, den es noch nie gab: Einen Swimming-Pool. Ob Groß oder Klein, fand kein Programm statt, hüpfte alles rein. Erfrischung und Spaß garantiert. Erschöpft, aber glücklich endete auch dieser Tag am gemeinsamen Lagerfeuer mit Liedern und Spielen, denn Handy und co. waren treu dem Motto ‚Back to the roots‘ dieses Jahr daheim geblieben. Stattdessen wurde das Lagerfeuergenossen und die Feuerwanne so stark zum Glühen gebracht, dass sie sich kurzzeitig verbog. Läutete der allgemeine Aufruf ‚Abbau‘ das Ende des diesjährigen Zeltlagers ein, wird es doch auch nächstes Jahr wieder heißen an Pfingsten wieder heißen ‚Leinen los‘ und ab in die Fluten.